Neuer UNICEF-Bericht: „Through Children’s Eyes“
10. Sep 2026
Anfang September veröffentlichte UNICEF den Bericht „Through Children’s Eyes: How Digital Technologies Enable Child Sexual Abuse“.
Der Schutz von Kindern im Internet beschäftigt uns seit vielen Jahren und gewinnt angesichts wachsender Evidenz für gravierende Folgen für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen an Brisanz und Bedeutung. Die gemeinsam mit ECPAT International und INTERPOL durchgeführte Untersuchung verbindet Aussagen von Kindern und Jugendlichen mit umfangreichen Befragungsdaten aus 21 Ländern.
Die Ergebnisse zeigen ein erschreckendes Ausmaß: Schätzungsweise 20 Millionen Kinder im Alter von 12 bis 17 Jahren – fast eines von fünf Kindern – in den untersuchten Ländern waren innerhalb eines Jahres von mindestens einer Form technologiegestützter sexueller Ausbeutung oder sexuellen Missbrauchs betroffen. Fast 60 Prozent der Fälle ereigneten sich auf gängigen Social-Media-Plattformen. In 57 Prozent der Fälle kannten die betroffenen Kinder die Person bereits, von der die Gewalt ausging. Mehr als 40 Prozent der betroffenen Kinder sprachen mit niemandem darüber. Weniger als ein Prozent der Fälle wurde den zuständigen Behörden oder Hilfsangeboten gemeldet.
Der Bericht macht deutlich: Der Schutz von Kindern darf nicht allein ihnen selbst überlassen werden. Digitale Plattformen müssen sicherer gestaltet, gesetzliche Regelungen und ihre Durchsetzung weiterentwickelt und verlässliche, für Kinder erreichbare Unterstützungs- und Meldesysteme geschaffen werden. Im Zentrum des Berichts stehen die Erfahrungen und Stimmen der Kinder selbst.
Deutschland war nicht Teil dieser Studie. Weitere Informationen auch zur Situation in Deutschland finden sie in der Unicef-Pressemitteilung. Den vollständigen Bericht finden Sie hier zum Download: Through Children’s Eyes: How Digital Technologies Enable Child Sexual Abuse.
