Neue Mitte-Studie 2024/2025 veröffentlicht: Rechtsextremismus hat sich verjüngt
22. Dez 2025
Die repräsentativen „Mitte-Studien“ der Friedrich-Ebert-Stiftung geben alle zwei Jahre Auskunft über die Verbreitung, Entwicklung und Hintergründe rechtsextremer, menschenfeindlicher und antidemokratischer Einstellungen in Deutschland.
Die neue Ausgabe der Mitte-Studie unter dem Titel „Die angespannte Mitte“ blickt auf die Normalisierung des Rechtsextremismus und aktuelle Entwicklungen in Zeiten globaler Verunsicherungen.
Die diesjährige Mitte-Studie zeigt, dass sich der Trend der Vorjahre fortsetzt: Rechtsextreme Einstellungen waren über lange Zeit unter Älteren weiter verbreitet als unter Jüngeren. Seit einigen Jahren hat sich dies gedreht.
Die Zustimmungswerte für Nationalchauvinismus und Sozialdarwinismus steigen mit dem Alter an und sind bei den Über-65-Jährigen am höchsten. Die Zustimmung zum Antisemitismus nimmt dagegen mit dem Alter ab und ist, wie auch die Fremdenfeindlichkeit, unter 18- bis 34-Jährigen am weitesten verbreitet. Die Befürwortung einer rechtsgerichteten Diktatur bildet ein u-förmiges Muster: Sie tritt bei jüngeren und älteren Befragten am ehesten auf. Bei der Verharmlosung des Nationalsozialismus unterscheiden sich die Altersgruppen kaum voneinander. Ein rechtsextremes Weltbild findet sich mit 7% vor allem unter 18- bis 34-Jährigen, deutlich seltener bei Befragten mittleren Alters (3%) oder bei Über-65-Jährigen (1%).
Quelle: IJAB
