Pixelheld:innen
13. Jun 2025
Wie sehen Heldenfiguren aus, die Kinder und Jugendliche selbst entwickeln?! Mit dem browserbasierten Tool Piskel eigene Pixelart-Figuren gestalten.
Beschreibung und Ablauf
Vorbereitung
Bedienung der browserbasierten Anwendung Piskel kennenlernen und ausprobieren: z. B. mit diesem Videotutorial von barrierefrei kommunizieren!
Optional, aber empfehlenswert: Leseliste mit Hintergrundinfos zum Thema: “Den Weg freiballern” (Nina Kiel, fluter.de), “Gaming für Alle: barrierefreie Spiele” (Karina Sturm, dieneuenorm.de), “Maschine statt Mensch” (Roberto Czumbil, taz.de)
Durchführung
Austausch über digitale Spiele: Welche Games werden von den Kindern und Jugendlichen gespielt? Welche Heldenfiguren gibt es? Wie sehen diese aus? Welche Aufgaben müssen sie erfüllen?
Lieblingscharaktere der Teilnehmenden verwenden, um auf Rollenstereotype und Diskriminierungsformen aufmerksam zu machen und diese zu diskutieren: Wie werden die verschiedenen Geschlechter dargestellt? Gibt es queere Held*innen oder Figuren mit Behinderung? Alternativ können auch klassische Figuren-Paare wie Super Mario und Prinzessin Peach (Wie geht es Peach damit, dass sie immer wieder gerettet werden muss?) oder Spiele mit einer Fülle an Charakteren (z. B. Fortnite) betrachtet werden.
Erweiterung: Gemeinsam Spiele testen und nach zuvor besprochenen Kriterien untersuchen (z. B. Lieblingsspiele der Kinder und Jugendlichen). Alternativ können Spiele vorgestellt werden, in welchen Diversität abgebildet wird (z. B. The Unstoppables, ab 6, kostenlos für iOS und Android).
Eigene, vielfältige Figuren entwickeln und Entwürfe als Skizzen erstellen. Danach die Figuren mit der Anwendung Piskel digital in Pixelart erstellen und ggf. animieren.
Abschluss: Präsentation und Vorstellung der entwickelten Pixelheld:innen. Gemeinsamer Austausch: Warum wurden Charaktere auf diese Weise gestaltet? Welche Charaktereigenschaften spiegeln sich in den Figuren wider? Wie könnten mögliche Spiele aussehen?
Tipp
Im Rahmen gemeinsamer Spieletests können auch alternative Bedienungsmöglichkeiten, wie z. B. der Xbox Adaptive Controller, vorgestellt und die Zugänglichkeit von Spielen thematisiert werden.
Inklusiv gedacht
Das Projekt regt dazu an, sich mit Diversität und Inklusion in dig:italen Spielen auseinanderzusetzen und sensibilisiert für eine respektvolle und inklusive Darstellung von Personen jenseits der gesellschaftlichen Normvorstellung in den Medien.
Die Anwendung Piskel ist kostenfrei. Die technischen Hürden sind gering und die Software läuft ohne Installation im Browser.
Was brauchst du?
- Computer, Beamer, Lautsprecher, Internetzugang
- Digitale Endgeräte für Teilnehmende
- Papier und Stifte
Ziele
- Erfahrungsaustausch zum Thema Computerspiele, Gaming und Inklusion
- Sensibilisierung für den Themenbereich Diversität in digitalen Spielen: Wie werden Figuren dargestellt? Welche Stereotype und Rollenbilder tauchen in Computerspielen auf?
- Entwicklung eigener Heldenfiguren: Wie kann eine Repräsentation aussehen, welche Diversität wertschätzt?
Weiterführende Links
Alter
ab 10 Jahren
Anzahl
10 bis 15 Teilnehmende
Vorbereitung
30 Minuten
Dauer
2 bis 4 Stunden
Workshop-Material
