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Klimawandel 5: Medienproduktion

03. Sep 2025

Workshop-Methode: Kurzvideos zu Desinformationsstrategien produzieren

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Klimawandel 5: Medienproduktion

Beschreibung und Ablauf

1. Einstieg (10 Min)

  • Einführung in Desinformation (Falschnachrichten, die absichtlich falsche Gefühle oder falsche Eindrücke erzeugen) und die 6 Strategien mit kurzen, einfachen Beispielen
  • Einführung in die 6 Strategien mit kurzen Beispielen (1. Emotionalisierung 2. Ablenkung 3. Falsche Experten 4. Verschwörungsmythen 5. Faktenverdrehung 6. Übertreibung)
  • Teile die Gruppe in 6 Teams auf, jedes Team bekommt eine Strategien

2. Ideenfindung & Storyboard (20 Min)

  • Jedes Team wählt aus den vorgegebenen Alltags-Beispielen eine konkrete Situation, um die Strategie im Video darzustellen (siehe unten).
  • Teams entwickeln ein Mini-Drehbuch oder Storyboard für ihr 30–60 Sekunden Video.

3. Produktion (30 Min)

  • Teams drehen ihr Video mit Handy oder dem Tablet
  • Wichtig: Die Strategie muss klar erkennbar sein, das Video zeigt die Wirkung der Strategie.

4. Präsentation & Reflexion (20 Min)

  • Teams zeigen ihr Video.
  • Die anderen raten, welche Strategie gezeigt wird.
  • Diskussion: Wie wirkt die Strategie? Welche Gefühle löst sie aus? Wie kann man sich schützen?

Option: Konkrete Ideen für die Videos zu den 6 Desinformationsstrategien


1. Emotionalisierend
Beispiel: Jemand verbreitet in einer Chatgruppe die Nachricht: „Wenn wir nicht sofort was tun, werden alle Kinder krank und sterben!“ Es gibt keine Beweise, nur Angst machen. Im Video sieht man, wie die anderen sehr aufgeregt und traurig reagieren.

2. Ablenkung
Beispiel: In einer Diskussion über Umweltschutz sagt jemand plötzlich: „Ach, und hast du schon gehört, dass Politiker ihre Diäten erhöhen?“ So wird vom eigentlichen Thema abgelenkt. Im Video sieht man, wie die Leute vom Thema abkommen.

3. Falsche Experten
Beispiel: Jemand stellt sich als „Experte“ vor, trägt einen Kittel, obwohl er keine Ausbildung hat, und erklärt falsche Dinge. Andere hören ihm zu, weil er „weiß“ aussieht. Im Video sieht man, wie er falsch informiert, und wie Leute das glauben.

4. Verschwörungsmythen
Beispiel: Eine Person erzählt in der Schule, dass „die Regierung heimlich das Wetter steuert, um uns zu kontrollieren“. Niemand hat Beweise, aber viele hören interessiert zu. Im Video zeigt man, wie so eine Geschichte die Leute verunsichert.

5. Faktenverdrehung
Beispiel:Jemand sagt: „Im letzten Jahr gab es viel weniger Waldbrände als früher, also gibt es keinen Klimawandel.“ Dabei zeigt er nur Daten von einem einzigen Ort. Im Video sieht man, wie die Aussage falsch ist, weil wichtige Infos fehlen.

6. Übertreibung
Beispiel: Jemand behauptet: „Alle Lebensmittel sind jetzt giftig, keiner kann mehr gesund essen!“Im Video zeigt man, wie die Aussage übertrieben ist und andere verunsichert.

Wichtige Hinweise für die Anleitung:

1. Klare Zielsetzung kommunizieren

  • Erkläre zu Beginn, dass die Videos nicht dazu dienen, falsche Informationen zu verbreiten, sondern um zu zeigen, wie Desinformation funktioniert.
  • Verdeutliche, dass es darum geht, wachsam zu sein und Desinformation zu entlarven.

2. Reflexion einbauen

  • Plane nach der Video-Produktion eine gemeinsame Gesprächsrunde ein.
  • Diskutiere, warum diese Strategien problematisch sind und wie sie in der echten Welt wirken.
  • Frage die Teilnehmenden, wie sie sich beim Umsetzen gefühlt haben und was sie gelernt haben.

3. Keine Verherrlichung

  • Achte darauf, dass die Videos die Strategien nicht „cool“ oder als positiv darstellen.
  • Ermögliche, dass die Jugendlichen kritisch bleiben und die negativen Folgen erkennen.

4. Sensibler Umgang

  • Sei aufmerksam gegenüber emotionalen Reaktionen.
  • Kläre auf, wenn Unsicherheiten oder Ängste aufkommen.
  • Biete Raum für Fragen und Unterstützung.

5. Sicheren Raum schaffen

  • Fördere eine offene und respektvolle Atmosphäre.
  • Ermutige alle, ihre Meinung zu äußern und auch Zweifel zu äußern.

Warum ist diese Übung sinnvoll?

  • Sie stärkt das Verständnis für Desinformation durch eigenes kreatives Umsetzen.
  • Jugendliche lernen, wie Desinformation funktioniert und wie man sich dagegen schützen kann.
  • Sie fördert Medienkompetenz und kritisches Denken.

Tipps für die Nachbereitung

  • Frage, welche Strategie sie am schwierigsten fanden umzusetzen und warum.
  • Sprecht über Beispiele aus dem Alltag, wo sie schon Desinformation erlebt haben.
  • Ermutige die Teilnehmenden, ihre Erkenntnisse mit Freunden und Familie zu teilen.

Was brauchst du?

Handys oder Tablets zum Filmen

Ziele

Jugendliche erkennen und verstehen typische Strategien von Desinformation, indem sie diese in kurzen Videos aus dem Alltag darstellen. So lernen sie, diese Methoden zu erkennen und kritisch zu hinterfragen.

Personen
Personen
Alter

10 bis 14 Jahre

Anzahl

ca. 25 Teilnehmende

Sanduhr
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Vorbereitung

Dauer

90 Minuten


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CC BY 4.0

Urheber*in

Medienkompetenzzentrum CIA Spandau (https://cia-spandau.de, info@cia-spandau.de)

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