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Fachtagung Jugendmedienarbeit NRW

Ort

außerhalb Berlins

Veranstalter

Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) e. V.

Termin/e

Digitale Räume sind Kommunikations-, Beziehungs- und Erfahrungsräume: Sie eröffnen vielfältige Teilhabechancen, bergen jedoch zugleich Interaktionsrisiken. Auch Cybergrooming und sexualisierte Online-Gewalt gehören im digital geprägten Alltag junger Menschen inzwischen zu den potenziellen Gefährdungen. Pädagogische Fachkräfte, Lehrer*innen und Eltern stehen somit vor der Aufgabe, Aufklärung, Befähigung und Schutz gleichermaßen zu gewährleisten. Handlungssicherheit entsteht dort, wo sie Dynamiken digitalisierter Übergriffe und Grenzverletzungen verstehen, Warnsignale erkennen und präventive wie auch intervenierende Maßnahmen professionell umsetzen können. Neben der Sensibilisierung für die Strategien von Täter*innen braucht es Konzepte zur Stärkung von Selbstwirksamkeit, Resilienz, Beschwerde- und Hilfesuchkompetenz von Kindern und Jugendlichen sowie klare institutionelle Handlungsleitlinien.

Die Fachtagung Jugendmedienarbeit NRW 2026 bündelt aktuelle Erkenntnisse aus Medienpädagogik, Kinder- und Jugendmedienschutz sowie Recht. Sie möchte die Teilnehmenden in die Lage versetzen, sachlich, differenziert und praxisnah mit Cybergrooming und sexualisierter Online-Gewalt umzugehen sowie Methoden und Formate zu entwickeln, um junge Menschen zu befähigen und sie als verlässliche Ansprechpartner*innen zu begleiten und zu unterstützen. Im Fokus stehen u. a. folgende Fragen:

  • Wie kann man mit Kindern und Jugendlichen altersgerecht medienpädagogisch zu Cybergrooming und sexualisierter Online-Gewalt arbeiten, ohne Ängste zu verstärken oder digitale Räume pauschal zu problematisieren?
  • Welche präventiven Maßnahmen stärken Selbstbehauptung, digitale Souveränität und Hilfesuchkompetenz und welche Rolle können Peer-Ansätze dabei einnehmen?
  • Welche Schutzfaktoren reduzieren die Vulnerabilität junger Menschen?
  • Wie können Präventions- und Interventionskonzepte so gestaltet werden, dass sie die besonderen Schutzbedarfe marginalisierter junger Menschen berücksichtigen und diskriminierungssensibel sowie barrierearm umgesetzt werden?
  • Wie können Fachkräfte professionell reagieren, wenn Verdachtsfälle oder konkrete Vorfälle bekannt werden?
  • Welche straf- und jugendschutzrechtlichen Regelungen greifen und welche Handlungspflichten ergeben sich für Einrichtungen?
  • Wie sind Datenschutz, Dokumentation und Kooperationen mit Strafverfolgungsbehörden rechtssicher zu gestalten, ohne die Rechte der betroffenen jungen Menschen zu verletzen?
Wann

10.06.2026, 9:45 bis 16:30

Wo

Stadtbibliothek Bielefeld - Neumarkt 1, Bielefeld

Web
Anmeldung

Für weitere Informationen: [email protected]

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